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Von wegen „geiz ist geil”: Ceconomy aka Mediamarkt und Saturn will Staatshilfen

Die Coronapandemie setzt Mediamarkt und Saturn zu: Alle Läden sind geschlossen. Eigentümer Ceconomy will nun Milliarden Euro an Staatshilfen.

Die Coronapandemie wird zur Wirtschaftskrise und der deutsche Staat versucht zu helfen. Nun hat Ceconomy als Eigentümer der beiden Ketten Saturn und Mediamarkt, angekündigt, die Mietzahlungen für April 2020 erst einmal auszusetzen. Das erlaubt ihnen das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie. Dieses Gesetz wurde am 27. März 2020 im Bundesrat beraten und angenommen. Es gilt erst nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt.

Die beiden Ketten sind oftmals in Mails eingemietet, die geschlossen wurden. Die Mieten müssen später nachbezahlt werden, es geht bei dem Gesetz darum, den Unternehmen liquide Mittel zu erhalten und Kündigungen zu verhindern. 

Damit aber nicht genug. Der Mutterkonzern Ceconomy will nach einem Bericht des Handelsblatts auch eine staatliche Förderung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragen. Dabei soll es um einen Betrag von zwei Milliarden Euro gehen. Elektronikmärkte sind in Deutschland seit dem 18. März 2020 grundsätzlich geschlossen, Mediamarkt und Saturn nutzen die Märkte teilweise weiterhin zur Auslieferung von Waren. Dort können Kunden online bestellte und bereits bezahlten Waren abholen. Dazu wurden Abholstationen installiert, so dass der Kontakt zwischen Kunden und Mitarbeitern verhindert wird. Wie populär diese Stationen sind, ist nicht bekannt – in vielen Märkten sind sie aber auch schlicht gar nicht erst vorhanden.

Verkaufsflächen für Apple-Hardware in den Mediamärkten zu

Sowohl Saturn als auch Mediamarkt haben auch Apple Verkaufsflächen, die nun nicht mehr erreicht werden können. Über den Onlineversand der beiden Anbieter können Kunden jedoch weiterhin Apple-Hardware ordern.

Das Gesetz hilft auch anderen, ihre monatlichen Zahlungen zeitweilig auszusetzen ohne Kündigungen befürchten zu müssen. Das gilt zum Beispiel für Rechnungen für die Telekommunikation aber auch für Strom, Gas und Wasser. Im Bezug auf Mietverträge untersagt das neue Gesetz Vermietern, einen Mietvertrag vor dem 1. Juli 2022 zu kündigen, wenn der Grund ausstehende Mieten zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2020 sind. Von dieser Regelung wollen auch Deichmann, H&M sowie Adidas Gebrauch machen, was über das Wochenende für viel schlechte Presse sorgte und so manchen Krisen-PR-Experten den Sonntag gekostet haben dürfte.

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