Google will sämtliche Daten in seiner Business-Cloud Google Cloud Storage verschlüsseln. Allerdings stellt sich das Unternehmen nur eine 128-Bit-Verschlüsselung vor, die den Ruf hat, nicht mehr sicher zu sein. Zudem kann Google dazu gezwungen werden, alle Schlüssel an die entsprechenden Behörden herauszugeben.

Im Zuge der aktuellen Debatte um den NSA-Spionage-Skandal, versuchtsich Google an einem Werbetrick. Wie der Internetgigant ankündigte, wird er in Zukunft sämtliche Daten verschlüsseln, die auf die Business-Cloud Google Cloud Storage hochgeladen werden und zwar bevor sie tatsächlich auf den Festplatten der Server landen. Google verspricht, dass sämtliche Daten mit einer 128-Bit-AES-Verschlüsselung für Unbefugte unzugänglich gemacht werden sollen.
Google erklärte, dass dabei dasselbe System zum Einsatz kommen soll, dass das Unternehmen auch für den Schutz der eigenen Daten einsetzt. Dabei werden die Daten, einschließlich der Metadaten, mit einem individuellen Schlüssel geschützt. Dieser Schlüssel ist mit einem zweiten Schlüssel gesichert, der jeweils einem bestimmten User zugeordnet ist. Schließlich wird der komplette Schlüsselbund der zweiten Stufe wieder mit einem Generalschlüssel gesichert, der regelmäßig ausgetauscht wird.
So weit so gut. Da alle Schlüssel bei Google liegen, müssen die Schlüssel im Falle einer richterlichen Anordnung aber an die entsprechenden Behörden, zum Beispiel die NSA, herausgegeben werden. Zudem ist die 128-Bit-Verschlüsselung nicht sehr stark. Es gibt bereits seit einiger Zeit Gerüchte, dass die NSA diesen Schlüssel mittlerweile knacken kann. Amazon und andere Cloud-Dienste-Anbieter verwenden für ihre Business-Clouds den wesentlich stärkeren 256-Bit-Schlüssel, der unter Experten als absolut sicher gilt.
Die einzige Methode seine Daten vor jedem fremden Zugriff zu sichern, ist eine asymetrische 256-Bit-Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, bei der die Daten mit dem Schlüssel des Empfängers gesichert werden. Sobald der Schlüssel vom Mittelsmann, in diesem Fall Google, gestellt wird, können die Daten nicht als völlig geschützt betrachtet werden.
