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Kampf gegen Malware: Google will Chrome sicherer machen

Browser sind nach wie vor die beliebtesten Angriffsziele für die Entwickler von Schadsoftware wie Viren und Trojanern. Google hat sich bei seinem hauseigenen Browser Chrome schon seit längerem den Kampf gegen Malware auf die Fahnen geschrieben. Mit dem neuesten Update des Browsers sowie der Suchmaschine soll dieser Plan nun weiter intensiviert werden. Pikant: Auch Google-Werbeanzeigen sollen künftig sicherer werden. 

In einem Posting auf Googles Suchmaschinenblog Inside Search beschreibt Lucas Ballard, Software Engineer bei Google, die neuen Maßnahmen gegen Schadsoftware im Detail. Besonders interessant ist ein Update für Google Chrome: Bislang hat der Browser eine Warnmeldung ausgegeben, sobald ein Nutzer ein als Schadsoftware bekanntes Programm herunterladen möchte. In der neuen Version geht Google einen Schritt weiter und warnt bereits beim Aufruf einer Webseite, die für die Verbreitung von bösartigen Programmen bekannt ist. Der Nutzer kann den Besuch fortsetzen, ist aber in jedem Fall vor den Gefahren gewarnt.

Webseiten, die von Google als Malware-Schleuder identifiziert werden, sollen künftig auch nicht mehr in den Suchergebnissen der Google-Suche auftauchen. Webmaster können sich mithilfe der Google Webmastertools registrieren und rechtzeitig warnen lassen, wenn ihre Seiten auf Googles schwarzer Liste landen.

Last but not least will Google auch bei seinen Werbeanzeigen aufräumen. Gebuchte Google Ads, die die Nutzer auf "böse" Seiten locken möchten, sollen demnach in Zukunft nicht mehr als Werbung angezeigt werden.

Zumindest in der Theorie darf man die verschärfte Vorgehensweise seitens Google gegen Malware und andere Web-Schädlinge natürlich begrüßen. Wir sind gespannt, wie sich das Ganze in der Praxis bewähren wird. Ein Beispiel: Warnt Google auch vor Downloadseiten, die Downloads mit lästiger Adware anbieten? In diesem Fall wären sicherlich nicht wenige Downloadportale von der Google-Sperre betroffen...

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