O2, E-Plus und Base sind vermutlich in Zukunft unter einer Flagge vereint. Wie der niederländische Mobilfunkkonzern KPN berichtet, soll seine deutsche Tochter demnächst für fünf Milliarden Euro an O2 verkauft werden. Die Zustimmung der Kartellbehörden zu der Übernahme steht bisher noch aus. Mögliche Folgen der Fusion für die Endkunden lassen sich aber bereits jetzt erkennen.

Der Mobilfunkmarkt könnte einen neuen Marktführer gewinnen. Sollte das Kartellamt der Übernahme von E-Plus durch O2 zustimmen, wird es das Unternehmen auf 40 Millionen Handy-Kunden bringen – und damit den ersten Platz vor T-Mobile und Vodafone einnehmen. Wann es soweit sein wird, ist derzeit aber noch nicht sicher: "Wir müssen zwei sehr große und komplizierte Geschäfte zusammenbringen - das wird dauern", so die Finanzchefin von Telefónica Deutschland, Rachel Empey laut spiegel.de. Das Unternehmen rechnet nach eigener Aussage frühestens Mitte 2014 mit der Übernahme.
O2 und E-Plus-Kunden, müssen auch im Falle einer Fusion nicht um ihre Tarife und Mobilfunknummern bangen, da Telefonnummern unabhängig von dem Anbieter sind. Auch bereits bestehende Verträge bleiben von der Übernahme unberührt. Da die beiden Unternehmen zusammen einen größeren Marktanteil einnehmen, ist es aber durchaus denkbar, dass die Anbieter ihre Preise erhöhen. Sicher ist das aber keineswegs. Die Fusion soll laut der Nachrichtenagentur Reuters die Kosten der Unternehmen um bis zu 5,5 Milliarden Euro senken – die Einsparung könnte also durchaus zu kostengünstigeren Tarifen führen.
Der Deal wird derzeit von der EU-Kommission geprüft. Wann die Entscheidung fällt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.
