Das Rechtsberatungs-Portal Groklaw macht dicht. Im Lichte des NSA-Skandals kann es die Betreiberin nicht mehr verantworten, E-Mails entgegenzunehmen, die abgefangen und zu Lasten der Absender ausgelegt werden könnten.

Nach den beiden sicheren E-Mail-Diensten Silent Mail und Lavabit schließt nun auch die Webseite Groklaw nach zehn Jahren seine Pforten. Als Grund gibt die Betreiberin die Totalüberwachung des Internets durch die NSA an. Groklaw ist eine Webseite, die sich mit Justizproblemen im Technikbereich beschäftigt. Die Betreiberin, Pameal Jones, schrieb heute in ihrem letzten Post auf Groklaw, dass sie die Warnung des Lavabit-Betreibers, Ladar Levison, ernst nimmt. Der hatte nach der Schließung seines E-Mail-Dienstes erklärt, dass niemand E-Mails nutzen würde, wenn sie wüssten, was er weiß. Aufgrund der US-amerikanischen Rechtslage ist es Levison jedoch verboten darüber zu sprechen.
Jones schrieb, dass ihr Dienst von sicheren E-Mails abhängig ist. Menschen mit juristischen Problemen würden ihr Anfragen via E-Mail schicken und um Rat bitten. Sie kann sich jedoch nicht auf das Anwaltsgeheimnis berufen, sollten die entsprechende E-Mails von Dritten abgefangen und gelesen werden. Um zu vermeiden, dass Inhalte dieser E-Mails gegen die Absender verwendet werden können, sieht Jones als einzige Möglichkeit, die Webseite zu schließen.
