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Vorsicht bei Amazon-Retouren

Amazon wirbt auf seiner Webseite, dass der Einkauf im Internet risikolos verläuft – gefällt einem die Ware nicht, kann man sie problemlos zurückschicken. Ganz so einfach ist die Angelegenheit nicht mehr, denn der Online-Versandhändler sperrt Personen, die zu oft Reklamiert haben, rigoros aus.

Das hätte man sich anders vorgestellt: Bequem und ohne Risiko bei Amazon einkaufen könnte der Vergangenheit angehören. Wie Caschys Blog zu entnehmen ist, zieht der Internethändler bei seinen Kunden, die zu oft reklamieren beziehungsweise ihre gekaufte Ware umtauschen, andere Saiten auf. In einer Mail werden solche Kunden zwar höflich, aber bestimmt darauf hingewiesen, dass aufgrund der „Überschreitung handelsüblicher Retouren“ ihr Kundenkonto geschlossen wird. Das Unternehmen weigert sich aber darüber hinaus, weitere Bestellungen anzunehmen.

Amazon fordert solche Kunden außerdem auf, keine weiteren Accounts zu eröffnen. Dies kommt de facto einer lebenslangen Sperrung von einzelnen Personen gleich. Wie der Blog schreibt, ist diese Praxis besonders für diejenigen bitter, die sich einen oder mehrere Kindle-E-Book-Reader gekauft haben. Zwar kann man auch ohne Amazon-Konto auf seine bereits gekauften E-Books zugreifen – neue lassen sich aber nicht mehr hinzukaufen, was den Sinn des Kindle fragwürdig erscheinen lässt.

Zwar kann man für diese Maßnahme gewisses Verständnis haben, weil durch Retouren nicht unerhebliche Kosten entstehen. Jeder Händler hat schließlich die Freiheit, seine Waren zu verkaufen – oder eben nicht. Amazon ist im Normalfall auch kulanter, als es die gesetzliche Regelung verlangt, und räumt seinen Kunden eine dreißigtägige Frist zur Rücksendung ein. Die bessere Lösung wäre aber eine Verwarnung gewesen, mit der dann Retouren kostenpflichtig würden.

 

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