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Zuckerbergs Internet.org kassiert erste Kritik

Zuckerberg, Facebook und Co. wollen mit der Initiative Internet.org die Zahl der Menschen mit Internetzugang von zwei auf fünf Milliarden steigern. Kritiker halten dagegen und behaupten, dass das Projekt nicht vollständig durchdacht wäre. Vor allem Infrastruktur-Pläne fehlen.

Mark Zuckerberg vermischt seine Geschäftsinteressen mit einem humanitären Ansatz. Er will mit der Initiative Internet.org die Zahl der Menschen mit Internet-Zugang von zwei auf fünf Milliarden hochtreiben – und damit indirekt auch die Nutzerzahlen von Facebook. Internet.org wird neben dem sozialen Netzwerk Nummer Eins auch von Nokia, Ericsson, MediaTek, Opera, Qualcomm und Samsung unterstützt.

Experten stehen dem Projekt jedoch skeptisch gegenüber. So gebe es keinen fixen Zeitplan für Internet.org. Auch mit der benötigten Infrastruktur scheint sich niemand auseinandergesetzt zu haben. Die Initiative muss nicht nur eine weltweite Internet-Infrastruktur aufbauen, die vor allem in Afrika noch sehr zu wünschen übrig lässt, sondern auch mit den Staaten verhandeln, um großflächig investieren zu dürfen. Dazu kommt noch der Registrierungsprozess. Jeder, der schon einmal einen Internetzugang beantragt hat, weiß, wie viel Arbeit das ist. 3 Milliarden Menschen ins Internet zu bringen dürfte also kein Pappenstil sein.

Linktipp – Facebook will das Internet mit Drohnen nach Afrika bringen

Googles Project Loon, das mit Ballons flächendeckendes Internet zur Verfügung stellen will, bekommt bisher sehr viel größeren Zuspruch. Google würde am richtigen Ansatz arbeiten und sich verstärkt auf die Infrastruktur konzentrieren. Bill Gates kritisierte jedoch auch Google und meinte, dass es in Afrika dringendere Probleme als ein zugängliches Internet gebe, zum Beispiel Malaria – und hier hat er sicher nicht ganz unrecht.

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