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Doch kein Smart-Home-Lautsprecher von Samsung? Amazon „uneinholbar“

Wenn es nach Samsung geht, möchte das koreanische Unternehmen gerne überall ein Wörtchen mitreden, wenn es um Technologie geht. Zuletzt hatte es daher geheißen, man wolle einen Smart-Home-Lautsprecher nach dem Vorbild des Amazon Echo mit dem eigens eingekauften Sprachassistenten Bixby ausstatten. Nun heißt es aber, in dem Markt sei wegen Amazon kein Platz mehr.

„Es lohnt sich nicht“, möchte Samsung offenbar zum Ausdruck bringen. Einem Medienbericht des Korea Herald zufolge hat eine anonyme Quelle die Aussichten eines Bixby-Lautsprechers als gering eingestuft. Der Technologiekonzern sieht einen KI-basierten Lautsprecher derzeit nicht vermarktbar. Denn der weltweite Markt sei bereits gesättigt und wird dominiert von Amazon. Das Unternehmen könne man nicht schlagen. Darüber hinaus sei der koreanische Markt zu klein, um mit den Investitionen in ein solches Unterfangen profitabel zu werden.

Bixby erst in zwei Sprachen verfügbar

Das eigentliche Problem dürfte aber sein, dass Samsung mit der Sprache zu kämpfen hat. Das Unternehmen hatte in diesem Bereich des Maschinenlernens und der Künstlichen Intelligenz keinerlei Erfahrung. Also kaufte man die Technologie namens „Viv“ von den Vätern von Siri ein, die irgendwann bei Apple gekündigt hatten, um ein neues Projekt auf den Weg zu bringen. Viv wurde dann in Bixby umbenannt. Obwohl lange angekündigt, hatte Bixby selbst mit dem Englischen Probleme. Erst in dieser Woche wurde dann schließlich die englische Variante für Nutzer des Galaxy S8 freigeschaltet.

Produkthinweis

Apples HomePod hat Potenzial

Amazon dominiert den Markt zwar, hat aber bislang ein eher unzufriendenstellendes Produkt, zumindest wenn es um den Klang geht. Lautsprecher-Systeme wie diejenigen von Sonos klingen besser und auch Amazon ist bei weitem noch nicht „erwachsen“. Tatsächlich spricht Alexa bislang nur eine Handvoll Sprachen. Googles Sprachassistent wurde in Form eines Lautsprechers auch erst diesen Monat in Deutschland veröffentlicht und obwohl der iPhone-Hersteller aus Cupertino sehr spät mit einem solchen Produkt auf den Markt kommen wird (Ende dieses Jahres in den USA, Kanada und im UK), hat Apple doch gute Karten. Denn Siri gibt es in mehr als 30 Sprachen und Dialekten, so viele wie kein anderer Sprachassistent bietet. Anfang 2018 wird man vermutlich auch in Deutschland den HomePod rausbringen. Ersten Tests bei Präsentationen Apples hört sich das Produkt teilnehmenden Journalisten zufolge besser an als bisherige Lösungen am Markt.

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