Forscher haben ein sekundäres Display für Smartphones und Tablets entwickelt, das mit E-Ink-Technik arbeitet und deshalb besonders stromsparend und gut ablesbar ist. Die Datenübermittlung vom mobilen Gerät auf das Papier-Display erfolgt per Nahbereichsfunk NFC. Und auch der Strom wird schnurlos geliefert.

Wissenschaftler der Unis Massachusetts und Washington haben nun das sogenannte NFC-WISP E Ink Display Tag zusammen mit Intel entwickelt. Es ist ein Zweitdisplay auf E-Ink-Basis, das schnurlos per NFC Kontakt zum Smartphone aufnimmt und bei Bedarf Texte anzeigt, die der Anwender nicht auf dem stromzehrenden Hauptbildschirm ansehen will. Den Strom zum Anzeigen des übermittelten Handy-Screenshots erhält das Display ebenfalls über NFC.
Das Display Tag ist mit einem 2,7 Zoll großem Bildschirm ausgerüstet und verfügt über einen Akku mit nur einer Milliamperestunde, der überschüssigen Strom aus der NFC-Übertragung speichert.
Nur zum Vergleich: Das iPhone 5 ist mit einem Akku ausgerüstet, der auf 1.440 Milliamperestunden kommt. Der meiste Strom dürfte beim E-Ink-Display zum Übertragen von Daten notwendig sein. Zum Anzeigen benötigt das monochrome E-Ink-Display überhaupt keine Energie. Lediglich zum Ändern von Bildschirminhalten ist etwas Strom erforderlich. Die Daten werden in Form von Screenshots vom Smartphone auf das sekundäre Display übertragen. Dort stehen dafür 0,5 MByte Speicher zur Verfügung.
Die E-Ink-Technik ist bislang bei Smartphones nur wenig verbreitet. Beim russischen YotaPhone ist die Handyrückseite mit einem solchen Display bestückt, das als E-Bookreader verwendet werden kann. Ob und wann Intels Display Tag auf den Markt kommt, ist hingegen nicht bekannt.
