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Telekom setzt Verkabelung von Neubaugebieten fort

Gerade noch angekündigt, macht die Deutsche Telekom wieder einen Rückzieher bei ihren Ausbauplänen für Neubaugebiete. Am Wochenende verkündet der rosa Riese noch, er überlege, zukünftig bei neu zu verlegenden Netzen zugunsten der Funktechnik auf die traditionelle Verkabelung zu verzichten.

Laut der Telekom sollen bestimmte Neubaugebiete mit Funktechnik an das Telefonnetz angeschlossen werden. Für den einjährigen Testbetrieb sollten an betroffene Haushalte sozusagen als Rückversicherung parallel das normale leitungsgebundene Festnetz parallel verlegt werden. Das Pilotprojekt solle ein Jahr laufen, sagte ein Telekom-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa.

Einige Tage nach dieser Ankündigung ist die Telekom allerdings von ihren Plänen wieder abgerückt, nachdem Bundespolitiker diese Pläne kritisiert haben, so die Webseite heise.de. Diese hätten eine Verschlechterung der Netzqualität befürchtet. Eine weitere Sorge war, dass die Telekom den Ausbau des Festnetzes auf dem ländlichen Raum einstellen und stattdessen einen für sie kostengünstigeren drahtlosen Weg eingehen wolle. Das Telekommunikationsunternehmen betonte, die Teilnahme der Haushalte am Pilotprojekt sei auf freiwilliger Basis gedacht gewesen und nur dann fortgesetzt worden, wenn sich keine Verschlechterung in der Telefonie- und Internetversorgung ergeben hätten – der Ausbau des ländlichen Raumes finde weiterhin statt.

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