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WhatsApp-Update: Weiterer Schritt in Richtung Kundenbindung

Erst gestern wurde bekannt, dass WhatsApp eine Prepaid-Karte für Nutzer von Datentarifen herausbringen will, sodass diese den Messenger auch nach Auslaufen deren Volumens weiterhin verwenden können. Heute erschein ein Update für die Android-Version, die Anwendern erlaubt, die Abo-Gebühr für andere zu bezahlen. Auch hier ist die Taktik klar: Kundenbindung.

Die Hersteller von WhatsApp haben ihrer Anwendung für Android heute ein Update auf Version 2.11.186 spendiert, das erweiterte Einstellungen bietet – darunter eine Funktion, die es dem Nutzer ermöglicht für einen Chat-Partner die Abo-Kosten zu übernehmen. Dabei ist der Anwender nicht auf das von ihm verwendete Betriebssystem beschränkt, sondern kann auch für Freunde bezahlen, die WhatsApp unter einem andere OS laufen lassen.

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Die Taktik dahinter: WhatsApp könnte somit sicherstellen, dass begeisterte Nutzer weniger begeisterte Anwender dazu bewegen, den Messenger weiterhin zu verwenden. Diese Strategie ist für WhatsApp gerade jetzt wichtig, da die Übernahme durch Facebook für 19 Milliarden US-Dollar und die damit einhergende Ausweitung der Nutzerdatensammlung viele vor dem Dienst abschreckt und zu Alternativen wie Threema treiben.

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Weitere Neuerungen in der Zusammenfassung

Außerdem kann der Anwender den zuletzt gesehen Status sowie das Profilfoto verändern. Auch den Nachrichtenverlauf haben die Betreiber erweitert. Ein ebenfalls neu hinzugekommene Verknüpfung mit der Kamera erlaubt es, Fotos über weniger Schritte und somit schneller zu verschicken. Außerdem erhielt der Chat Video-Thumbnails, die einen Vorgeschmack auf den Clip geben.

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Erst gestern wurde bekannt, dass WhatsApp in Zusammenarbeit mit E-Plus eine Prepaid-Karte eigens für den Messenger-Dienst herausbringen möchte, um somit Nutzern von Datentarifen auch nach Auslaufen deren Guthabens die Möglichkeit zu bieten, weiterhin zu chatten. Auch hier ist davon auszugehen, dass es sich um eine Art Image-Kampagne dreht, die WhatsApp wieder in die Herzen der Nutzer zurückspielen soll.

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