Mit Parallels, Virtual Box und Co oder Bootcamp läuft Windows auf den neuen Macs mit Apple Silicon nicht. Ein Entwickler hat nun ausprobiert, ob die ARM-Version von Windows genutzt werden kann. Das Ergebnis überrascht.

Apple hat bestätigt, dass es an Microsoft liege, ob Windows auf den Macs mit M1-Prozessor läuft, der auf der ARM-Architektur basiert. Bisher hat sich Microsoft dazu nicht geäußert. Es gibt aber ein Windows für ARM-Prozessoren, doch das wird nicht so frei verkauft wie Windows für Intel-CPUs sondern nur zusammen mit Rechnern. Ob Microsoft sich hier noch einmal neu aufstellen wird, ist zu bezweifeln. Schließlich gehört die Verbindung zwischen Windows und Intel zur DNA von Microsoft.
Nichts desto trotz gibt es auch für ARM-Rechner Windows und natürlich auch eine Recovery-Lösung. Was damit möglich ist, hat Entwickler Alexander Graf gezeigt. Dieser hat die ARM-Version von Windows 10 nativ auf Apple Silicon zum Laufen gebracht. Und natürlich hat er keine eigenen Treiber entwickelt, so dass nicht alles funktioniert. Der Trick lag darin, eine Virtualisierung von ARM-Windows durchzuführen.
Wie der Entwickler berichtet, läuft die Windows-Version ziemlich performant auf der Apple-Hardware. Den Weg zur Virtualisierung von Windows für ARM ist in einer technischen Dokumentation nachzulesen.
Aber wie laufen Anwendungen unter Windows auf Apple Silicon? Graf hat in seinen Tweets auch diese Frage beantwortet. Die x86-Anwendungen würden unter ARM sehr schnell ausgeführt. Die Emulation von Mac-Anwendungen für Intel-CPUs sei über Rosetta 2 performanter, aber die seiner Lösung sei nah dran.
Wer die nötige technische Begabung mitbringt, kann die Schritte von Graf mit Hilfe seiner ausführlichen Dokumentation nachvollziehen und eigene Experimente anstellen.
