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iPhone 6: Entlarvte Geheimrezepte aus der brodelnden Gerüchteküche

Bis zum nächsten Apple-Event ist es zwar noch eine geraume Zeit hin, doch schon jetzt kocht die Gerüchteküche rund um das künftige iPhone richtig hoch. Die Zutatenpalette erstreckt sich von neuer Hardware wie ein überarbeitetes Design, einer verbesserten Kamera, einem schnelleren Prozessor bis hin zum Betriebssystem iOS 8, das bislang noch voller Geheimnisse und Überraschungen steckt. Wir werfen schon jetzt einen Blick in die Smartphone-Kochtöpfe des Apfel-Unternehmens und decken mögliche Funktionen der Zukunft auf.

Kurz nach der Martkeinführung des iPhones kursieren auch schon die nächsten Gerüchte rund um den Smartphone-Nachfolger im Internet. Wie wird er aussehen? Was wird sich an der Hardware ändern, und was bringt das neue iOS an Funktionen mit sich? Wir klären auf:

Design: Karotten-konisch

Wie bei alle Produkten mit dem fruchtigen Apfel-Logo besticht auch beim iPhone die äußere Schale. In der neuesten Gerüchteküche kochen nun Informationen hoch, dass sich das iPhone 6 stark an die Form des MacBook Air anlehnen und somit eine Karotten-konische Gestalt annehmen wird – eine naheliegende Vermutung, bedenkt man, dass Apple gerade erst sein neuestes iPad die Zutat „Air“ beigemischt hat und es somit nicht unbedingt weithergeholt ist, dass das künftige iPhone ebenfalls diesen Nachgeschmack trägt.

Anstatt eines Home-Buttons, wie ihn Apple bei den bisherigen Modellen verbrutzelt hat, könnte der gerade heranwachsende iPhone-Setzling auf einen hintergrundbeleuchteten Annäherungssensor setzen. Dieser hätte mehrere Vorteile: Zum einen wäre ein Annäherungssensor weniger anfällig als ein mechanischer Knopf – Nutzer beschweren sich immer wieder, dass der Home-Button nach einiger Zeit nicht mehr einwandfrei funktioniere. Da der Annäherungssensor keine Ecken, Kanten oder Abstufungen besitzt, könnte er mit der Haut des Smartphones verschmelzen und unterstreicht somit den Geschmack des abgespeckten Gehäuses. Außerdem bietet er die idealen technischen Voraussetzungen, um den Fingerabdrucksensor weiterhin dem iPhone beizumengen.

Display: Üppiges Kurvenfrüchtchen

Augrund der Steuerung via Touchscreen hat sich das Display des iPhones über die Reifejahre hinweg als zentraler Nährstoff unter der Schale entpuppt. Da sich zudem darauf sämtliche Inhalte wie Filme, Musik, Webseiten und andere Anwendungen widerspiegeln, gilt das Display als Mittelpunkt jedes iPhones. 

Linktipp – Auftrags-Hersteller bereitet sich auf iPhone-6-Produktion vor

Während sich der iPhone-4S-Feinschmecker mit einem 3,5-Zoll-Display zufrieden geben muss, macht sich in der Schale des iPhone 5s bereits ein 4-Zoll-Display breit. Hält dieser Reifeprozess an – und davon ist auszugehen – spendiert Apple der nächsten Zucht seines Smartphones, das erneut in zwei Geschmacksrichtungen erscheinen soll, ein Display, das die 4,0-Zoll-Marke knacken könnte. Im undurchsichtigen Dampf der Gerüchteküche verbreitet sich der Duft eines 4,6-Zoll-Displays für das günstigere iPhone-Modell. Bei der teureren Sorte verkochen die Gerüchteköche sogar ein 5,5-Zoll-Display.

Die Auflösung soll dabei 1.440 x 2.560 Pixel betragen und eine Dichte von 543 ppi bieten – das iPhone 5s verfügt im Vergleich dazu über eine Auflösung von 1.136 x 640 Pixel und das bei einer Dichte von 326 ppi. Diese hoch gegriffenen Messeinheiten sind jedoch mit größter Vorsicht zu genießen. Um zu gewährleisten, dass dabei Länge, Breite und Tiefe des iPhones nicht mitwachsen, wäre es möglich, dass Apple einen randlosen Bildschirm verbaut.

Zudem könnte sich der Formfaktor des iPhone-6-Displays grundlegend ändern. Ähnlich wie das Samsung Galaxy Round oder das LG G Flex soll auch Apple derzeit an einem gekrümmten Display arbeiten. Außerdem sprechen Gerüchteköche von einem berührungsempfindlichen Touchscreen, der mehrere Druckstufen erkennen soll. Welches Erfolgsrezept Apple dabei im Auge hat, geht im Detail jedoch noch nicht hervor. Es wäre allerdings möglich, dass das iPhone 6 innerhalb der Bildbearbeitung erweiterte Optionen bietet. Ob Apple diese besondere Touchscreen-Gattung noch für dieses iPhone oder doch erst für spätere Züchtungen plant, bleibt abzuwarten.

Neben Größe und Formfaktor, so die Gerüchteköche, wird Apple auch die Zutaten des Bildschirms ändern. Das Rezept sieht ein IGZO-Display (Indium-Gallium-Zink-Oxid) von Sharp vor. Apple plante ursprünglich das Retina-Display des iPad 3 mit einem IGZO-Bildschirm zu kreuzen. Doch diese Kreuzung hat Apple vorerst aus Zeitmangel auf Eis gelegt. Dies könnte sich bei der nächsten iPhone-Zucht jedoch insofern ändern, da Apple eine längere Planungsphase zur Verfügung steht. Zudem hat der IGZO-Display jede Menge Vorteile, die den Nährwert des iPhone-Displays erhöhen würde, was Apple offensichtlich anstrebt. IGZO-Displays ersetzen beispielsweise amorphes Silizium als aktive Schicht in einem LCD-Bildschirm und ermöglichen aufgrund der 40-mal höheren Elektronenbeweglichkeit kleinere Pixel mit höherer Reaktionsgeschwindigkeit, was nicht zuletzt ein schärferes Bild erzeugt.

Kamera: Megapixel satt

Smartphone-Kameras ersetzen nach und nach Kompaktkameras – nicht zuletzt, da sie im Handy, das man ohnehin nahezu ausnahmslos dabei hat, fest verbaut sind und man somit kein zweites Gerät mit sich herumschleppen muss. Daher sind Hersteller daran interessiert, die Auflösung sowie die Qualität der Linse stetig zu erhöhen beziehungsweise zu verbessern. Apple sieht das ähnlich und könnte in der künftigen Züchtung seines iPhones eine Kamera auf der Rückseite verkochen, die Fotos und Videos mit einer Auflösung von mindestens 10 Megapixel schießt. Einige Gerüchteköche sprechen sogar von 18 Megapixel, wobei ein Sprung von der im iPhone 5s verbauten 8-Megapixel-Kamera auf eine 18-Megapixel-Kamera etwas weithergeholt sein dürfte. Die Front-iSight soll die 1,2-Megapixel beibehalten, was durchaus einleuchtend ist, da die Auflösung ohne weiteres für Video-Chats via FaceTime oder Skype ausreicht. Für Fotoaufnahmen wird die Front-iSight in der Regel ohnehin nicht verwendet.

Hardware: Kerniges Inneres

Die bisherigen Generationen haben es vorgemacht und bei der künftigen Gattung des iPhone wird es – sollte Apple seiner Züchtung treu bleiben – nicht anders sein. Während im Inneren des iPhone 5s der Kern eines A7-Chip samt 64-Bit-Architektur sitzt, soll in der neuesten Aufzucht bereits ein A8-Chip keimen. Welche Auswirkungen der schnellere Prozessor im Detail haben wird, lässt sich derzeit allerdings noch nicht sagen. Zu dünn ist die Informationslage.

Eines steht jedoch fest: Er wird Arbeitsprozesse unter iOS mit einer höheren Geschwindigkeit berechnen. Während der A7-Prozessor mit 64-Bit-Architektur bis zu 40 Prozent schneller als sein Vorgänger taktet, wird der A8-Chip dem künftigen iPhone mindestens den gleichen Schub verpassen – und das basierend auf einem deutlich stärkeren Akku, über den bislang jedoch auch noch keine genaueren Angaben kursieren.

Entgegen der Prozessor-Leistung ist rund um die Züchtung des A8-Prozessors einiges mehr an Zutaten bekannt. Bislang war Apple auf die Herstellungskapazitäten seines Smartphone-Konkurrenten Samsung angewiesen. Nächstes Jahr soll sich dies jedoch ändern. Angeblich wird der neue, aber deutlich kleinere Vertragspartner TSMC künftig in der Lage sein, das Auftragsvolumen für Apples Prozessor-Chip nahezu alleine zu stemmen. Nur noch rund 30 Prozent der Herstellungskapazitäten sollen von Samsung kommen.  

Schnittstellen: NFC – elektronische Geldbörse

Viele Android-Smartphones wie Modelle von HTC unterstützen bereits den internationalen und kontaktlosen Bezahldienst NFC (Near Field Communication). Dieser ermöglicht es Daten, über eine maximale Übertragungsrate von 424 kBit pro Sekunde auzutauschen. Diese Technik kommt vor allem im Bereich Micro-Payment zum Einsatz. Das heißt, der Nutzer kann kleinerer Beträge wie es beispielsweise an Fahrkartenautomaten der Fall ist direkt über das Smartphone bargeldlos bezahlen.

Peter Misek, Analyst bei Jeffries, geht davon aus, dass Apple diesen Standard in Kombination mit seiner digitalen Brieftasche iWallet nun auch in seinem neuen iPhone integrieren wird, um somit den Android-Konkurrenten nicht mehr länger hinterher zu hinken, auch wenn sich Apple ursprünglich von Anfang gegen den NFC-Standard gewehrt hat.

iOS 8: Das Fruchtfleisch im iPhone

Neben Design- und Hardware-Verbesserungen richtet sich die Aufmerksamkeit stark auf das Betriebssystem iOS, das das Fruchtfleisch in Version 8 der neuen Züchtung des iPhone ist. Was genau an Funktionen das saftige iOS mit sich bringt, orientiert sich bislang an den experimentellen Rezepten von Apple beziehungsweise den Wünschen aus der iPhone-Gourmet-Gemeinde – konkrete Inhaltsstoffe verrät Apple bislang jedoch nicht. Wie die Erfahrung aus der Vergangenheit zeigt, hat Apple jeder neuen Züchtung seines mobilen Betriebssystems mehr als 200 Inhaltsstoffe spendiert, wobei es sich nicht immer um absolute Neuentwicklungen handelt, sondern auch um bereits existierende Funktionen, die Apple hier und da erweitert hat.

Ähnlich dürfte es bei iOS 8 der Fall sein. iPhone-Genießer kritisieren die mangelnde Verbindung zwischen den einzelnen Apps und wünschen sich somit, dass Apple die Schnittstellen verbessert. Öffnet man beispielsweise ein Youtube-Video auf einer Webseite, leitet iOS den Nutzer an die Youtube-App weiter, sofern diese installiert ist. Ist das Video beendet, bleibt der Nutzer jedoch in der Youtube-App hängen und muss somit manuell zum Browser zurückkehren. Auch die Verwaltung von Daten steckt schon seit langem in den Kinderschuhen. Hier wäre ein Datei-Manager wünschenswert.

Etwas ärgerlich sind die vorinstallierten Apps, die sich nicht löschen lassen – außer man arbeitet mit einem Jailbreak-iPhone. Somit wäre es nicht nur erfreulich, diese nervigen Speicherfresser individuell zu entfernen; auch wäre es wünschenswert, eigene Standard-Apps erstellen zu können. Weitere Wünsche orientieren sich an Android. Hier dünsten die Gerüchteköche die Multitasking-Funktion.

Sollte das Display tatsächlich wachsen, könnte man den Bildschirm aufteilen, um somit zwei Apps gleichzeitig darzustellen – dies würde Multitasking erheblich erleichtern. Außerdem könnte der Home-Screen deutlich mehr Informationen darstellen. Ähnlich wie bei Android und seinen Widgets, würde es Sinn machen, neben Apps und Benachrichtigungen die Uhr sowie das Datum größer darzustellen und Steuertasten für Bluetooth, WLAN, etc. einzugliedern, die sich zudem individuell positionieren lassen.

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