Magneten stoßen sich voneinander ab, wenn man die gleichen Pole gegeneinander hält. Diese Eigenschaft will das Unternehmen Darfon nutzen, um eine besonders flache Tastatur zu bauen. Auf Mechanik im herkömmlichen Sinn wird bei der Maglev-Tastatur verzichtet.

Darfons Maglev-Tastatur ist für Notebooks gedacht. Dabei werden die einzelnen Tasten im Betrieb schwebend gelagert, wobei ein Magnetfeld dafür sorgt, dass die Kontakte der Tastaturen nicht geschlossen sind. Drückt der Benutzer eine Taste fest genug, damit der elektrische Kontakt dennoch hergestellt wird, entspricht das einem normalen Tastendruck.
Der Vorteil der Technik: Mit ihr lassen sich deutlich flachere Tastaturen bauen, weil auf die aufwändige Mechanik verzichtet werden kann, die sonst mit Metallfedern, Gummikappen und ähnlichem dafür sorgen, dass die Tasten nach dem Drücken wieder nach oben springen und der Kontakt getrennt wird.
Mit den Magnettasten ließe sich auch noch eine weitere Individualisierung vornehmen. Da es sich vermutlich nicht um Dauermagnete handeln wird, ließe sich einstellen, mit welcher Kraft der Nutzer die Taste drücken muss. Bei herkömmlichen Eingabegeräten ist das unmöglich.
Darfon hat die Magnet-Tastatur Maglev erst als Prototyp vorgestellt, will jedoch laut der taiwanischen Website Digitimes mit einigen Notebookherstellern bereits Lieferverträge abgeschlossen haben. Die Technik ist für besonders flache Notebooks interessant.
Laut Digitimes soll die Lebensdauer der Magnettastatur pro Taste etwa 15 Millionen Anschläge betragen. Wann die ersten Notebooks mit Darfons Technik auf den Markt kommen und welche Hersteller mitmachen wollen, ist noch nicht bekannt. Bild: Sinchen.Lin/CC BY 2.0
